Poesie des Herzens Installation.
Eine textile Kunstinstallation von Karin Deola mit Gedichten des Straßenpoeten Antonio Melis. Hier entfaltet sich ein faszinierendes Zusammenspiel zwischen einer Künstlerin und einem Künstler, die sich in unterschiedlichen Lebensentwürfen bewegen und sich auf überraschende Weise an einem kalten Januartag in Venedig begegnen. Antonio Melis bietet wie gewohnt seine Tagespoesie den Passanten an, während Karin Deola seine Gedichte gegen eine kleine Offerte eintauscht und sich von den poetischen Worten tief berühren lässt.
Die Gedichte des Straßenpoeten Antonio Melis aus Venedig berühren die Seele und wecken innere Bilder von Verträumtheit, Sehnsucht und Liebe. In einer begehbaren Installation können die Besuchende zwischen seinen Gedichten wandeln, sich in die Atmosphäre der Worte eintauchen und die Vielfalt der Emotionen erleben, die sie hervorrufen. Die Installation lädt dazu ein, die Magie der Poesie in einem einzigartigen Raum zu entdecken. Antonio Melis wurde in Sardinien geboren und ist dort aufgewachsen. Er lebt seit jeher mit und durch die Poesie. Seit vielen Jahren schreibt Antonio Melis Poesie, noch bevor "Straßenpoesie" als Bezeichnung genutzt wurde. Diese Form der Poesie galt lange Zeit als Nische, und man glaubte, die Dichter würden in einer schwierigen und belanglosen Sprache schreiben. Antonio musste sich behaupten und hat durch sein kontinuierliches Schreiben verschiedene Anerkennungen erlangt. Seine Gedichte schreibt er in kleine Notizbücher. Die Abschrift druckt er auf Papierbögen, die er den Passanten in verschiedenen Städten Italiens offeriert. Karin Deola lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Zürich. Als Kunsttherapeutin vermittelt sie Menschen mit Beeinträchtigungen das Tanzen und künstlerisches Gestalten. Zusammen mit ihrem Mann führt sie die Galerie kunstsichtbar. Sie beteiligt sich an Gruppenausstellungen zu verschiedenen Themen, die oft eine Verbindung zu ihrer eigenen Biografie haben. Die Familie ihres Großvaters stammt ursprünglich aus Mel/Belluno und ist in die Schweiz eingewandert. Ihre Ururgroßmutter hat einst in Venedig gearbeitet.
ich hebe ihn auf
und folge ihm bis zu seiner Quelle
Unsere Grossmutter, war eine begnadete Näherin, Strickerin und hingebungsvolle Stickerin. Von ihr lernte ich, unter anderem, „dä Chrützli- Stich“.
Gemeinsam wollen wir als, „Nach- Komminnen“, wir sind 14 Frauen und ein Mädchen, ein Stick- Projekt wagen und so den roten Faden in der Frauen- Linie pflegen.
Unsere Grossmutter hinterliess einen grossen Fundus an farbigen Stickgarnen, die wir nun gemeinsam versticken und so die Geschichte weitererzählen.
























